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Montag, September 24, 2007

Herbst

Ich hielt ihn für ein welkes Blatt
im Aufwind
Dann auf der Hand:
ein gelber Schmetterling

Er wird nicht länger dauern
als ein Blatt
das fallen muß
in diesem großen Herbst
(und ich nicht länger
als ein gelber Falter
in deiner Liebe großer Flut
und Ebbe)

und flattert doch
und streichelt meine Hand
auf der er sich bewegt
und weiß es nicht

(Erich Fried)

Freitag, September 21, 2007

JagadeeshaTV 0717 - Ramadan

Der Genosse & Meister, der mit dem Feuer kommt, reflektiert in der 17ten Folge von JagadeeshaTV anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan über Islam & Muslime, us-amerikanische Christen & "demokratische Kriege", polnische Pflegedienste & versteinerte deutsche Arbeitsrichterinnen sowie alle sonstigen Themen, die durch seine methodenoffene Methode ans Tageslicht gefördert werden. Zudem liest er einen geehrten Leserbrief vor und führt eine Marketing-Umfrage durch. Man sieht: diese Folge ist nichts weniger als eine vollgepackte Wundertüte also, ein Höhepunkt der bisherigen Jagadeesha-Evolution.

Donnerstag, September 20, 2007

"Das Leben ist reich und tief."

Der fünfzigste Todestag von Jean Sibelius. Ich sitze vor dem überlebensgroßen Sibelius-Bild an meiner Wand, die einzige Lichtquelle ist eine kleine Kerze, im Hintergrund erklingt die Tondichtung Rakastava ("Der Liebende"), und ich verstehe völlig, was Sibelius im Interview mit der Berlingske Tidende am 10. Juni 1919 formuliert:
"Wenn ich mit Worten dasselbe ausdrücken könnte wie mit Musik, würde ich, natürlich, einen verbalen Ausdruck wählen. Musik ist etwas Autonomes und viel reicher. Musik fängt an, wo die Möglichkeiten der Sprache enden. Deshalb schreibe ich Musik."
Und was für welche!

Dienstag, September 18, 2007

O. presents emotional technology...

Da hat sich der osmane wieder mal ausgetobt - über 10 min. geht der Song! Und ich verrate auch nicht, dass "BT" nur eines seiner vielen Synonyme ist...! Das habt ihr nicht von mir gelesen...

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke)

Donnerstag, September 13, 2007

From Russia with love...

Hier ein Auszug aus der schönsten (und traurigsten) email des Jahres:
"can't still realize, that i'm in russia. i was walking from the subway to my home listening to klezmer musik, had such a feeling that i will turn around the corner and go along the hamburger strasse, then turn again, sneak into the dark little yard with a small house. one window is opened and candles are on the windowsill and con sordino plays who tonight? tchaikovsky? sibelius? pettersson? atterberg? and then a warm hug with a cold ear. 'mmmm...' from now on stays for 'markus'."
i'm so happy that i can't stop crying.

Nature Boy - Das Lachen des S. H.

Der erste Film über den einzigartigen S. H. aus Darmstadt (vormals Coswig) - der Mann, der Mythos, das Lachen.

Dienstag, September 11, 2007

Jagadeesha singt! - Die Nationalhymne

Jagadeesha singt! - Die Nationalhymne des singenden klingenden vedisch-kommunistischen Königreiches RishiDasa.

Sonntag, September 09, 2007

The Darjeeling Limited (2007)

Für mich ist Wes Anderson spätestens seit Life Aquatic With Steve Zissou der Wolfgang Amadeus unter den jungen Regisseuren: innovativ, kreativ, eigen, authentisch. Daher freue ich mich mehr als nur sehr auf seinen neuen, The Darjeeling Limited, der nach dem imdb-summary neben einer abgefahrenen Story und tollen Schauspielern (ua Adrien Brody, Owen Wilson) wieder die typischen wunderbaren Anderson-Elemente aufweist: lädierte Familien-/Freundschaftsbande und psychologische Analyse fehlgeleiteter menschlicher Kommunikationsbemühungen:


"Three American brothers who have not spoken to each other in a year set off on a train voyage across India with a plan to find themselves and bond with each other -- to become brothers again like they used to be. Their 'spiritual quest', however, veers rapidly off-course (due to events involving over-the-counter pain killers, Indian cough syrup, and pepper spray), and they eventually find themselves stranded alone in the middle of the desert with eleven suitcases, a printer, and a laminating machine. At this moment, a new, unplanned journey suddenly begins."

Samstag, September 08, 2007


Herbstabend

Nun gönnt sich das Jahr eine Pause.

Der goldne September entwich.
Geblieben im herbstlichen Hause
Sind nur meine Schwermut und ich.

Verlassen stehn Wiese und Weiher,
Es schimmert kein Segel am See.
Am Himmel nur Wildgans und Geier
Verkünden den kommenden Schnee.

Schon rüttelt der Wind an der Scheune.
Im Dunkel ein Nachtkäuzchen schreit.
Ich sitze alleine beim Weine
Und vertreib mir die Jahreszeit...

Im Gasthaus verlischt eine Kerze.
Verspätet spielt einer Klavier.
- Dem ist auch recht bang ums Herze.
Adagio in Moll - so wie mir.

Der Abend ist voller Gespenster,
Es poltert und knackt im Kamin.
Ich schließe die Läden am Fenster
Und nehme die Schlafmedizin.

(Mascha Kaléko)

Sonntag, August 19, 2007

"The more inches your penis has, the more times you are a man. "

(aus einer Spam-Mail...)

Samstag, August 18, 2007


Diser Sats enthält drei Fehler.


Donnerstag, August 16, 2007

sun-broken

Hier ist nun die zweite Single vom Solo-Album.
Na, wieviele Gitarren sind im Spiel?
Wurde beim Upload wieder mal abgekürzt, sodass das Ende fehlt... daher ein unfinished song...
Klingt auch etwas dünn, müsste ich bei Gelegenheit nochmal neu einspielen...



[2007]
Nicht zu jedem Musikstück passt übrigens Gesang.
Dieses ist ein Beispiel dafür.

Jenseits des guten Geschmack..

Das wäre sicherlich ein guter Weck-/ Guten-Morgen-Steh-Auf-Song... für die Gluexritter... doch die Aktien, dass wir jemals zusammenkommen und was unternehmen, sind derzeit bei 10 % und sinken...

Dienstag, August 14, 2007

la grange 3/3

hier der klassiker, den wir bei unserer nächsten zusammenkunft nachspielen werden:



das, was sie am ende streicheln, ist der sogenannte "lapdog" -- ein gitarren-amp, der so eingestellt und geschaltet wurde, dass er diesen fetten sound erzeugt... ein heiliges gerät...

komisch...

... steffermann ist die erste nacht wieder in darmstadt und schon ist sein handy abgeschaltet! -- machst du jetzt einen auf werner, du kerner ?!

Montag, August 13, 2007

Die wahre Geschichte der Heimkehr des Rütters H. Teil 2

„Auf, auf“, schrie der Lanzmanne und dräute wie wild im Kreyse seiner Liebsten. Als da waren: der flinke Fluex, Hammermann von des Lords Gnaden; der virile Werner, Reitersmanne mit von und zu und/oder aber; der ostentative Oze, weitgereist vom braunen Schweigen ins Coswiger Schreien, nunmehr konvertiert zum Anbeter seiner ganz persönlichen russischen Gottheit; und natürlich: der späte Staen, der tatsächlichstens den kritikasternden F und O entgegenhielt, er sei ja „sonst eigentlich immer pünktlich wie anton“, was aber – wie alle wussten & so weiter – ganz und gar nicht der Wahrheit entsprach (zum Vergleich schlage man im Lexikon das Stichwort "notorischer Verspäter" nach und finde ein Bild vom Staen). Wie dem auch sei: der Staen kam nicht nur spät, sondern sehr spät und wagte sogar die Behauptung, dass „die Besten immer als letzte“ kümmten – frech wie gewohnt, aber man sah es im nach, weil man ihn allgemein liebte.
Natürlich der Heinrich’schen Freundesschar hiervörderst nur ein kleiner Teil beschrieben ward. Da waren auch andere, aber sie alle aufzuzöhlen gelänge nur dem, der ewig Zeit hat, wonniglich.
Die Feierlichkeiten waren dero großartig, wenngleich ein Ereignisse besonders hervorzuheben nottut: der W begab sich doch allen Ernstes in die Tiefen des Schoßes der Heinrich’schen Familie, um von dort erst Stunden später einigermaßen unversehrt wieder zurückzukommen. Gut nur, dass diese Expedition von den wachen Mannen mit Kameren und Fotösenapparatus festgehalten und damit der Nachwelt erhalten ward.
Alles in allem also ein gelungenes Wiederkäuen und Verfestigen alter Freundschaft. Ein Hoch soweit erstmal auf den H.

Fortstelzung fölgt.

Sonntag, August 12, 2007

Die wahre Geschichte der Heimkehr des Rütters H. Teil 1

Nachdem der grandiöse Stefna wieder in seine ihn veehrende Heimatstadt Cosewig zurückgekehrt war, sind schon wieder zu viele Tage ins Land gegangen. Er zog silkarinischer Manier rückwärts auf seinem Esel sitzend, durch die Stadttore. Im Gepäck führte er seine holde Maid aus den Därmen dieser Welt geborgen. Ein stolzer und ödler Rittersmann mit hochgesteckter Lanze. Es war ein Haus-Lauf, oder in cosewiger Manier: "een husluf".

Doch was mußte er feststellen als er seine einstige Burg betrat? Ein verwildertes Land, in Ödnis verfallen und von zahlreichen Halunken umscharret, die seiner Schwester nachstellten ohne für ihre Taten anständelig zu löhnen. Ein Desaster und das edle Burgfrauchen Maria in Tränen, so dass sich die Sonne von diesem trostlosen Fleckchen fernhielt.


Da der Stefna kein Manne kurzer Worte ist, hießen ihn die Gegebenheiten schlönigst zu handeln. Es galt immerhin die Ehre der Familie zu retten. Zunächst verschloß er die rudimentär erhaltene Einzeunung ab und suchte nach seinem Vater, dem einstigen Schloßherrn, der sich in dunklen Zeiten, den ebenso dunklen Mächten angeschlossen hat, um nicht schutzlos die Pforten der Hölle zu betreten. In fernen Jahren als der Stefna auszug, um die Welt zu erschüttern, war er ein stündiger Mann, nicht weit entfernt von Tugend und Ordnung. Nun, aber schutzlos zurückgelassen war er den Brandungen, dieser schröckeligen Welt schutzlos preisgegeben und erwehrte sich nur kurze Zeit. Und die Burg, die einst "Burg Hosenstolz" sich nannte wurde treffend bezeichnet zur Burg Lachenwech degradiert, da man das stolze Lachen des Rütters Silkarin vermißte.

So durchstreifte der ödle Ritter Silkarin sein einstiges Schlöss. Doch suchte er vergeblich. Ehrlich gesagt kam er nicht weiter als bis zum Abort, wo er seiner Reisekrankheit unter Wehklagen Ausdruck verlieh. Der Dünnpfiff raubte ihm fast den Verstand und während er weinend auf der Schüssel höckte, wurde es Nacht in Cosewig und er schlief ein, seine Maid, aus Mangel an Personal zugleich seine Knäppin, hielt vor der Tür wacht. Ob es aber der Mief oder die lange Reise war, ist nicht überliefert, jedenfalls verfiel auch sie Morpheuses Zauber und schlief ein.

Donnerstag, August 09, 2007

"Keine Drogen! Muschikraulen geht ab..."

Hier der Beweis: es geht immer auch noch ein bissschen niveauloser...

Dienstag, August 07, 2007

Kleinste BigBand der Welt 2/3

...diesen Titel trägt ZZ Top zu Recht...

Nickelback - nicht dafür bekannt, dass sie leise wären... - haben einen Song von denen gecovered, kamen aber mit mind. 4 leuten nicht wirklich an den Sound ran....



Im nächsten Beitrag dazu geh ich kurz darauf ein, was sie für den Sound nutzen...